Was der Rabe ruft...

Früher Bergsommer. Nebel streichen den Wänden entlang, die Felsen stechen schwarz aus den Schneefeldern. Ein Bub ist unterwegs, mit seinem Vater, den Hirtstock fest in der Hand. Plötzlich hört man einen dumpfen, krächzenden Ruf, und wie Schatten lösen sich zwei Kolkraben von der Silhouette des Bergwaldes. "Hugin und Munin", meint der Vater selbstversunken. Der Bub staunt mit grossen Augen in den grauen Himmel. 

Er wird nach Hause gehen und sich in die Bücher stürzen. Und über die Raben lesen und ihren dunklen Herrn, den Wuodan. Über all die anderen Geister und Wesen und Götter. Und Jahre später wieder hier oben stehen, mit dunklem Bier und einem selbstgeschnitzten Horn. Um auf seine Ahnen zu trinken, und die wilden Götter, die sie einst in dieses Land geführt hatten. 

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